Rechter Terror in Neukölln

Seit einem Jahr greifen extreme Rechte vermehrt an.

Berlin-Neukölln, 12.05.2017: Am kommenden Montag ist ein trauriger Jahrestag: Auf einen Wagenplatz bei uns in Neukölln wurde am 15.05.2016 ein versuchter Brandanschlag verübt. Seitdem wird Neukölln von einer rechtsextremen Anschlagsserie erschüttert, darunter zwölf Brandanschläge und zwanzig Übergriffe auf Privatwohnungen. Das Bündnis Neukölln erklärt sich solidarisch mit allen Opfern.

Im Zentrum der Attacken stehen Menschen wie wir: Neuköllnerinnen und Neuköllner, die sich gegen Rechts, für Geflüchtete und für Vielfalt engagieren. Das sind Menschen, die Zivilcourage zeigen und sich dafür einsetzen, dass unser Neukölln weiter ein Ort für alle ist.

Sebastian Engelhardt, Sprecher des Bündnis Neukölln ist sich sicher: „Die Opfer werden gezielt ausgewählt. Das macht klar: Die Angriffe sollen einschüchtern. Wir sollen zum Schweigen gebracht werden, wir sollen Angst bekommen, uns für Offenheit und Vielfalt zu engagieren. Das lassen wir uns nicht gefallen. Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen!“

Ganz im Gegenteil: Diese Angriffe machen es umso wichtiger, dass die demokratischen Kräfte in die Öffentlichkeit gehen und klar Farbe bekennen. Lasst uns gemeinsam ein klares Zeichen setzen: Neukölln ist offen, Neukölln ist vielfältig!

Deshalb organisieren wir, das Bündnis Neukölln, gemeinsam mit vielen Initiativen, Vereinen, Kneipen und Cafés ein dreitägiges Festival, bei dem wir gemeinsam feiern, diskutieren und einander kennenlernen wollen.

Vom 14. bis 16. Juli in ganz Neukölln! Vom Landwehrkanal bis Rudow, vom Hermannplatz bis zur Hufeisensiedlung – überall sollen unsere Aktionstage sichtbar werden!

Weitere Hintergründe zu den beschrieben Vorfällen haben die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) und das Berliner Register zusammengestellt: www.mbr-berlin.de und www.berliner-register.de/neukoelln.

Eine Chronik der Anschläge haben wir auf der Website des Bündnis Neukölln zusammengestellt.

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